Kraftvoll gegen den globalisierten Kapitalismus!

Zum Auftakt ihrer diesjährigen Kampagne gegen das World Economic Forum hat die Unia Jugend Luzern dieses Wochenende ein Benefizkonzert in Luzern veranstaltet. Am selben Abend stellte die Unia Jugend ihre neuste Ausgabe der koopera-Zeitung vor, die sich schwerpunktmässig der WEF-Politik widmet. Die Unia Jugend ruft dazu auf, an der Demo diesen Samstag in Luzern teilzunehmen. Damit hat die Unia Jugend alle Räder in Bewegung gesetzt, um einen möglichst vielfältigen, gehaltvollen Protest gegen das WEF mitzutragen.
Die Unia Jugend ist der Ansicht, dass es höchste Zeit ist für eine Abkehr von der Ideologie des Neoliberalismus, von der Herrschaft einiger weniger Menschen und Institutionen über den ganzen Globus. Der Kapitalismus ist ein System, in dem maximaler Gewinn über allem steht und das Wohl der Menschen erst etwas wert wird, wenn es sich kapitalisieren lässt. Die Globalisierung hat nationale Grenzen aufgehoben für Güter, Leistung und Investoren und so den Konkurrenzdruck globalisiert. Anders als es von den Reichen immer wieder behauptet, führt aber diese Politik nicht zu einer weltweiten Erhöung des Lebensstandards oder zu einer nachhaltigen Entwicklung.
Stattdessen explodieren auf der einen Seite die Gewinne, während auf der andern Seite Prekarisierung, Unsicherheit, Armut und Hunger zunehmen. Warum?
Produziert wird dort, wo es am billigsten ist. Dort wo minimale Löhne auf wenig Widerstand stossen, wo kein Kündigungsschutz besteht, wo die Gesundheit und der Schutz der Arbeiter_innen niemanden interessiert oder der Staat geringe Unternehmenssteuern verlangt. Investiert wird nur in Produkte, an denen sich viel Geld verdienen lässt. Die Jagd nach höheren Gewinnraten hat in der Finanzwirtschaft zur Einführung neuer, komplexer, nicht regulierter Instrumente geführt, die unabhängig von einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung maximale Rendite versprechen letztlich ein Monopolyspiel mit der materiellen Lebensgrundlage von Millionen von Lohnabhängigen.
Im Jahr nach Ausbruch der Weltwirtschaftskrise, nach der Warnung der UNO eine Milliarde Hungernde seien ein ernsthaftes Risiko für den Weltfrieden, nach dem offen kundgegeben Willen, den Klimawandel weiter zu ignorieren, nachdem die Schweizer Regierung etliche Male gezeigt hat, dass demokratische und grundrechtliche Prinzipien nur für die Hochkonjunktur gelten in diesem Jahr will ausgerechnet dieselbe Elite, die jahrelang von Welt verbessern gesprochen hat, aber das Gegenteil erwirkte, unsere Welt neu erfinden. Unter dem Motto: Improve the State of the World: Rethink, Redesign, Rebuild werden auch dieses Jahr gut abgeschirmt von einem militärischen und polizeilichen Massenaufgebot die Mächtigen der Welt ein paar tolle Tage in den Bergen verbringen.
Unia Jugend Luzern, 18.Januar 2009









[...] Medienmitteilung der Unia Jugend Luzern [...]
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