Bildung, International »

[5 Mai 2009 | Kein Kommentar | Tags: , ]

Teil 1: Wer hat unseren Kapitalismus vergeigt? In der Krise haben Schuldfragen Hochkonjunktur.

Teil 2: Schuldfrage (1): Profitgierige Banker produzieren eine Blase und ruinieren „unser“ Finanzsystem. Das Opfer: Unsere schöne „Realwirtschaft“.

Teil 3: Schuldfrage (2): Größenwahnsinnige Familienunternehmer gefährden den „Wirtschaftsstandort D“. Das Opfer: Deutscher Export, deutsche Arbeitsplätze, deutscher Steuerzahler.

Teil 4: Schuldfrage (3): Die amerikanische Krise ergreift Europa, GM will seine Pleite auf dem Rücken deutscher Wertarbeiter austragen. Das Opfer: Wir Sparer, wir Finanzminister, wir Opelaner…

Teil 5: Diskussion: Warum der ‘Kampf um Arbeitsplätze’ ein Fehler ist

Teil 6: Der letzte Hoffnungsträger: die eigene Herrschaft. Die Politik soll Banken, Wirtschaft & Standorte retten = Sparern, Beschäftigten und Verbrauchern helfen – Diskussion: Die schäbige Rolle der Arbeit im Kapitalismus – Die Produktivkraft dieser geistigen Krisenbewältigung fürs praktische Mitmachen der Leute schätzt und fördert die Staatsmacht über alle Maßen. Ein Volk, das sich für diese patriotischen Schuldfragen einnehmen lässt, hofft auf die Rückkehr zu einem „normalen“, erfolgreichen Kapitalismus und ist als Manövriermasse internationaler Standortkonkurrenz gut zu gebrauchen.

Download: Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Teil 5 Teil 6

 
 
 
 
 
 

Diverses »

[3 Mai 2009 | Kein Kommentar | Tags: ]

Im Jahr 2001 stürzte die argentinische Wirtschaft in eine tiefe Krise: 2000 Unternehmen gingen in Konkurs, das Geld schmolz den Unternehmern und den kleinen Sparern unter den Händen weg.
Im ganzen Land übernahmen Arbeiter ihre Pleite-Fabriken, sie begannen aufs Neue mit der Produktion, in den meisten Fällen illegal – und sie begründeten damit ein neues argentinisches Phänomen, das der „Instandbesetzten Fabrik“.

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[3 Mai 2009 | Kein Kommentar | Tags: ]

Die Unia Jugend Zentralschweiz wehrt sich gegen den Aufritt von Nestlé-Chef Brabeck, weil dieser Weltkonzern ein Paradebeispiel darstellt, dass im kapitalistischen Wirtschaftssystem ethisches Handeln erst und nur dann Bedeutung hat, wenn sich damit Geld machen lässt. An einem Menschenrechtsforum soll sich der Lebensmittelmulti Nr.1 nicht von Kritik rein waschen können. Das einzig Richtige wäre, dass man den Betroffenen dieser Geschäftspraktiken das Wort gibt. Da dies offenbar nicht geschieht, rufen wir zu einem breiten, wirkungsvollen Widerstand durch die Bevölkerung und die Teilnehmenden des Menschenrechtsforums auf!

  • Ab 1. Mai verteilen wir eine Spezialausgabe der Unia Jugend Aktionszeitung koopera zum Thema „Kapitalismus und Menschenrechte“ mit einem speziellen Fokus auf Nestlé/Brabeck.
  • Am Dienstag Abend, 5. Mai 2009 organisieren wir eine Gegenveranstaltung im Luzerner Kulturlokal Loge u.a. mit dem prominenten Referenten Franklin Frederick.
    www.logeluzern.com
  • Am Mittwoch, 6. Mai 2009, werden wir ab 10 Uhr mit einem Stand vor dem Menschenrechtsforum präsent sein.
    www.ihrf.phz.ch

Hintergrund-Infos

Menschenrechtsforum

www.unia.ch
http://ch.indymedia.org/
http://humanrights.ch/

Nestle

www.multiwatch.ch
www.woz.ch

Film

Plakat

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[3 Mai 2009 | Kein Kommentar | Tags: , ]
Kapitalismus und Menschenrechte – koopera Sonderausgabe

Im Rahmen ihrer Kampagne gegen den PR-Auftritt von Nestlé am Menschenrechtsforum Luzern hat die Unia Jugend eine Sonderausgabe zum Thema Kapitalismus und Menschenrechte erarbeitet. Ein spezieller Fokus ist auf das Thema Nestlé und Wasser gerichtet. Zur Kampagne gehört nicht nur die koopera. Zusätzlich wird es ein Infoveranstaltung zum Themenbereich Wasser und die Spionageaffäre “Nestlégate” geben und einen Aufruf gegen die Image-Pflege von Nestlé am Menschenrechtsforum. Mehr dazu hier.

Die koopera wird seit dem 1. Mai verteilt, Exemplare liegen auch in diversen Unia Sekretariaten auf. Unter jugend.zentralschweiz(at)unia.ch kannst die koopera zum verteilen gratis bestellen. Hier gehts zur PDF-Vorschau.

Agenda »

[3 Mai 2009 | Ein Kommentar | Tags: ]

Di | 05.05.2009 | 20 Uhr | Luzern | Loge (Lage)

Kurzfilm und Referate mit:

- Franklin Frederick, brasilianischer Wasseraktivist / Gewinner Nord-
Süd-Preis 2009
- Barbara Rimml, Vertreterin von Multiwatch

organisiert von der Unia Jugend Zentralschweiz

Agenda, Bildung, Schweiz »

[3 Mai 2009 | Kein Kommentar | Tags: ]
Der Rechtsstaat und der Ruf nach Gerechtigkeit

Sa | 23.5 | 13:00 Uhr | Bern

Es soll Aufklärung stattfinden darüber, was der Rechtsstaat ist und wie man ihn besser nicht kritisiert. Für die Debatte sollen drei Thesen zur Diskussion gestellt werden:

  1. Der moderne Rechtsstaat versteht sich ohne Scham als Gewaltmonopol: Alle Interessen der Gesellschaft sind entmachtet und einer über ihnen stehenden Staatsgewalt unterworfen. Diese sorgt für den Schutz des Eigentums gegen Übergriffe. Diejenigen, die nicht über Eigentum verfügen, gehen dem merkwürdigen Beruf des „Lohnabhängigen“ nach und mehren das Eigentum anderer. Damit das kapitalistische Wachstum der Nation durch ein gedeihliches Zusammenwirken dieser gegensätzlichen ökonomischen Interessen vorankommt, erlegt der Staat allen Beteiligten Regeln und Beschränkungen auf. Die Wirtschaft hat auf die Brauchbarhaltung der Lohnabhängigen Rücksicht zu nehmen: keine Vergiftung ohne Grenzwert, keine Überstunde ohne Genehmigung. Im Gegenzug haben sich die Lohnabhängigen erkenntlich zu zeigen und den Maschinen nicht ihre Laufzeiten zu verwehren. Am Ende ist jede Lebensregung in der Nation staatlich geregelt. Nicht nur auf dem Arbeits-und Wohnungsmarkt, auch in Ehe und Familie oder beim Freizeitvergnügen herrscht Recht.
  2. Mit der Garantie des Eigentums ist eine Garantie des Nutzens nicht erteilt, bleibt der aus, so sehen sich viele, deren Leben im Dienst an fremdem Eigentum sich erschöpft, herausgefordert, die Nicht-Einhaltung des Rechts zu beklagen: „das kann doch nicht rechtens sein“. Diese Kritiker kennen ein anderes als das wirkliche, ein „eigentliches“Recht, an dem sie ihren ausbleibenden Nutzen messen. Vor diesem erfundenen Massstab sehen sie sich getäuscht und verlangen die Herstellung des Rechts, auf dessen Fehlen sie ihren Schaden zurückführen. Der Gerechte entdeckt lauter Untaten in der Gesellschaft, die verhindern, das das Recht und dessen eigentlich guter Sinn zum Tragen kommt. Im Gestus der gerechten Empörung über Ungerechtigkeiten brandmarkt er Verstösse gegen die Gerechtigkeit durch Mitmenschen und vom Standpunkt eines Aufpassers und Hüters von Recht und Ordnung vermisst er schnell ein rechtes Mass an staatlicher Gewalt, um festgestellte Ungerechtigkeiten zu unterbinden.
  3. Auch radikaler Protest meldet sich zu Wort: „Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zu Pflicht“. Kritiker rechtfertigen die eigene Gewaltbereitschaft als pflichtgemässes Handeln, welches vor einer allerhöchsten Instanz erlaubt, ja geradezu gefordert sei. Nur dass diese höchste Instanz eine eingebildete neben der wirklichen ist, so dass aus dem Geist staatsbürgerlichen Gehorsams Ungehorsam folgt.

Voranmeldung ist nötig. Dazu reicht eine E-Mail an mail@unia-jugend-bern.ch

Diese Veranstaltung ist Teil des Bildungszyklus der Unia Jugend Bern
www.unia-jugend-bern.ch
www.koopera.ch

Schweiz »

[14 Apr 2009 | Kein Kommentar | Tags: , , ]

Besammlung Demo 16.30 Kappellplatz Luzern
12-22 Uhr: Konzerte, Infos, Food & Drinks am Kappellplatz
Ab 22 Uhr: After-Party in der Jazzkantine

Plakat

Ihre Krise – unsere Chance! Systemwechsel Jetzt! Auf zum 1. Mai in Luzern!

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten, wie sie mit der Weltwirtschaftskrise auf uns zu kommen, treffen die vernichtenden Auswirkungen des globalen Wirtschaftssystems uns Lohnabhängige besonders hart. „Gürtel enger schnallen!“, sagen uns jetzt ausgerechnet diejenigen, welche jahrelang mit unseren Betrieben Monopoly spielten, unsere Löhne drückten, Sozialleistungen abbauten – und für sich maximale Profite ernteten. Derselbe Drang nach höheren Gewinnraten führt jetzt dazu, dass jetzt abertausende Betriebe und ihre Arbeitskräfte substantiell bedroht sind.

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