Teil 1: Wer hat unseren Kapitalismus vergeigt? In der Krise haben Schuldfragen Hochkonjunktur.
Teil 2: Schuldfrage (1): Profitgierige Banker produzieren eine Blase und ruinieren „unser“ Finanzsystem. Das Opfer: Unsere schöne „Realwirtschaft“.
Teil 3: Schuldfrage (2): Größenwahnsinnige Familienunternehmer gefährden den „Wirtschaftsstandort D“. Das Opfer: Deutscher Export, deutsche Arbeitsplätze, deutscher Steuerzahler.
Teil 4: Schuldfrage (3): Die amerikanische Krise ergreift Europa, GM will seine Pleite auf dem Rücken deutscher Wertarbeiter austragen. Das Opfer: Wir Sparer, wir Finanzminister, wir Opelaner…
Teil 5: Diskussion: Warum der ‘Kampf um Arbeitsplätze’ ein Fehler ist
Teil 6: Der letzte Hoffnungsträger: die eigene Herrschaft. Die Politik soll Banken, Wirtschaft & Standorte retten = Sparern, Beschäftigten und Verbrauchern helfen – Diskussion: Die schäbige Rolle der Arbeit im Kapitalismus – Die Produktivkraft dieser geistigen Krisenbewältigung fürs praktische Mitmachen der Leute schätzt und fördert die Staatsmacht über alle Maßen. Ein Volk, das sich für diese patriotischen Schuldfragen einnehmen lässt, hofft auf die Rückkehr zu einem „normalen“, erfolgreichen Kapitalismus und ist als Manövriermasse internationaler Standortkonkurrenz gut zu gebrauchen.
Download: Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Teil 5 Teil 6
Im Jahr 2001 stürzte die argentinische Wirtschaft in eine tiefe Krise: 2000 Unternehmen gingen in Konkurs, das Geld schmolz den Unternehmern und den kleinen Sparern unter den Händen weg.
Im ganzen Land übernahmen Arbeiter ihre Pleite-Fabriken, sie begannen aufs Neue mit der Produktion, in den meisten Fällen illegal – und sie begründeten damit ein neues argentinisches Phänomen, das der „Instandbesetzten Fabrik“.
Die Unia Jugend Zentralschweiz wehrt sich gegen den Aufritt von Nestlé-Chef Brabeck, weil dieser Weltkonzern ein Paradebeispiel darstellt, dass im kapitalistischen Wirtschaftssystem ethisches Handeln erst und nur dann Bedeutung hat, wenn sich damit Geld machen lässt. An einem Menschenrechtsforum soll sich der Lebensmittelmulti Nr.1 nicht von Kritik rein waschen können. Das einzig Richtige wäre, dass man den Betroffenen dieser Geschäftspraktiken das Wort gibt. Da dies offenbar nicht geschieht, rufen wir zu einem breiten, wirkungsvollen Widerstand durch die Bevölkerung und die Teilnehmenden des Menschenrechtsforums auf!
Hintergrund-Infos
Menschenrechtsforum
www.unia.ch
http://ch.indymedia.org/
http://humanrights.ch/
Nestle
Film
Plakat

Im Rahmen ihrer Kampagne gegen den PR-Auftritt von Nestlé am Menschenrechtsforum Luzern hat die Unia Jugend eine Sonderausgabe zum Thema Kapitalismus und Menschenrechte erarbeitet. Ein spezieller Fokus ist auf das Thema Nestlé und Wasser gerichtet. Zur Kampagne gehört nicht nur die koopera. Zusätzlich wird es ein Infoveranstaltung zum Themenbereich Wasser und die Spionageaffäre “Nestlégate” geben und einen Aufruf gegen die Image-Pflege von Nestlé am Menschenrechtsforum. Mehr dazu hier.
Die koopera wird seit dem 1. Mai verteilt, Exemplare liegen auch in diversen Unia Sekretariaten auf. Unter jugend.zentralschweiz(at)unia.ch kannst die koopera zum verteilen gratis bestellen. Hier gehts zur PDF-Vorschau.
Di | 05.05.2009 | 20 Uhr | Luzern | Loge (Lage)
Kurzfilm und Referate mit:
- Franklin Frederick, brasilianischer Wasseraktivist / Gewinner Nord-
Süd-Preis 2009
- Barbara Rimml, Vertreterin von Multiwatch
organisiert von der Unia Jugend Zentralschweiz
Sa | 23.5 | 13:00 Uhr | Bern
Es soll Aufklärung stattfinden darüber, was der Rechtsstaat ist und wie man ihn besser nicht kritisiert. Für die Debatte sollen drei Thesen zur Diskussion gestellt werden:
Voranmeldung ist nötig. Dazu reicht eine E-Mail an mail@unia-jugend-bern.ch
Diese Veranstaltung ist Teil des Bildungszyklus der Unia Jugend Bern
www.unia-jugend-bern.ch
www.koopera.ch
Besammlung Demo 16.30 Kappellplatz Luzern
12-22 Uhr: Konzerte, Infos, Food & Drinks am Kappellplatz
Ab 22 Uhr: After-Party in der Jazzkantine
Ihre Krise – unsere Chance! Systemwechsel Jetzt! Auf zum 1. Mai in Luzern!
In wirtschaftlich schwierigen Zeiten, wie sie mit der Weltwirtschaftskrise auf uns zu kommen, treffen die vernichtenden Auswirkungen des globalen Wirtschaftssystems uns Lohnabhängige besonders hart. „Gürtel enger schnallen!“, sagen uns jetzt ausgerechnet diejenigen, welche jahrelang mit unseren Betrieben Monopoly spielten, unsere Löhne drückten, Sozialleistungen abbauten – und für sich maximale Profite ernteten. Derselbe Drang nach höheren Gewinnraten führt jetzt dazu, dass jetzt abertausende Betriebe und ihre Arbeitskräfte substantiell bedroht sind.